Wie ich meine Schmerzen zum Geschäftsmodell mache

Wer unter chronischen Schmerzen leidet, kennt das Gefühl der Ohnmacht. Knochentumore, Ischias, Arthrose und ein quälender Fersensporn – mein Körper ist seit langem eine Baustelle. Dreimal war ich bereits im tschechischen Franzensbad. Das Ergebnis? Ein Stillstand der Beschwerden, was bei dieser Diagnose bereits ein kleiner Sieg ist.

Doch die große Frage bleibt: Wie soll ich das auf Dauer finanzieren? Wenn die Gesundheit zum Luxusgut wird, muss man kreativ werden.

Vom Patienten zum Experten für Vitalreisen

Meine Strategie ist so simpel wie herausfordernd: Ich mache mich zum Experten für das, was ich selbst am dringendsten brauche. Ich entwickle mich zum Vermittler für Vitalreisen. Wenn ich Wege finde, meine eigene Heilung zu finanzieren, kann ich auch anderen helfen, die richtigen Orte für ihre Regeneration zu finden.

Meine Ärztin gab mir den entscheidenden Tipp: „Nehmen Sie unbedingt Ungarn ins Programm auf!“

Fokus Hévíz: Heilung am größten Thermalsee der Welt

Ungarn ist ein Gigant im Gesundheitstourismus. Das Herzstück ist zweifellos Hévíz, unweit des Plattensees. Der dortige Thermalsee ist weltweit einzigartig und bekannt für seine heilende Wirkung bei Beschwerden des Bewegungsapparates – also genau mein Thema.

Eine spezialisierte Website zu Hévíz bietet echte Einblicke. Aktuell zahle ich alles aus eigener Tasche. Keine staatliche Unterstützung, keine Sponsoren – sogar im Museum wird der volle Preis gefordert, während ich eigentlich versuche, die Region zu vermarkten.

Doch ich lasse mich nicht beirren. Auf dem Weg zu meinem nächsten Projekt in Albena (Bulgarien) ist Hévíz mein fester Stopp. Ich fülle meine Seite mit authentischen Eindrücken und kämpfe um eine dreiwöchige Kur, um die Wirkung am eigenen Leib zu testen. Dazu führe ich vor Ort Verhandlungen. 

Warum Ungarn für Vitalreisen perfekt ist

Besonders für Reisende aus der Schweiz ist Ungarn ein Geheimtipp, der eigentlich keiner mehr sein sollte. Von Zürich aus ist Ungarn bequem und umweltfreundlich mit dem Zug (z.B. dem Nightjet) erreichbar. Die medizinische Kompetenz in den Kurhäusern ist auf Weltniveau.

Trotz steigender Kosten ist die Qualität im Vergleich zu Westeuropa ebenfalls professionell und es kommt vor allem am Plattensee Urlaubsfreude auf. 

Mein Weg: „Ich muss da durch“

Es ist eine Herausforderung, als Einzelkämpfer im Tourismus Fuss zu fassen, während man körperlich angeschlagen ist. Aber ich sehe das Potenzial: Ungarn und Gesundheitstourismus sind eine perfekte Symbiose.

Ich werde meine Erfahrungen nutzen, um anderen den Weg zu weisen. Denn am Ende des Tages ist die beste Werbung nicht ein glänzender Prospekt, sondern jemand, der weiss, wie es sich anfühlt, wenn der Schmerz nachlässt.


Begleiten Sie mich auf meinem Weg zum Experten für Vitalreisen – hier auf Ungarn.reisen werde ich regelmäßig über meine Fortschritte in Hévíz und darüber hinaus berichten.

Brillen Recycling aus Budapest

Bei einem Besuch des Optikergeschäfts «Sichtbar» führte ich ein längeres Gespräch über «Kundengewinn und Kundenerlebnisse». Auf den Nenner gebracht finden ich und mein Gesprächspartner, dass gemeinsame Reisen so wertvoll, ja unbezahlbar sein können; und ich freue mich über kleine Gruppen.

Äusserst speziell im Geschäft sind die Vinyl Brillen, welche in Budapest gefertigt werden. Zachary Tipton hatte mit Brillenrahmen aus Vinyl experimentiert. Der Prototyp stammt von einem alten Album der Band «Creedence Clearwater Revival» und ist handgefertigt.

“Zack” (Zachary Tipton) begab sich auf die Suche nach einem Hersteller und gelangte an die Direktoren der Brillenfabrik namens «Granvisus». Diese produzierten vormals modische Brillen, doch die Märkte Osteuropas fielen schliesslich weg. 

Die Direktoren entwickelten die Idee von Zack weiter und setzten moderne Schneidemethoden ein. Doch die Brillen liessen sich nur in Handarbeit herstellen. Sie verleihen so ihrer Geschichte auch die authentische Form. Zack lernte viel in der Fabrik dazu. Mit verbliebenen Mitarbeitern erreichte er schliesslich eine Zulassung dafür, dass die Brillen auch als Rezept ausgestellt werden können.

Heute wird jährlich drei Tonnen Vinyl recycelt. Dessen Herstellung dauert zirka sechs Wochen, kann aber je nach Wirtschaftslage stark variieren.
«Vinylize», angefertigt aus recycelten Vinyl Schallplatten bewährt sich heute als innovatives Produkt. Ebenso lohnt es sich das Unternehmen in Budapest zu besuchen. Das Unternehmen geht an Konzerte und verfügt über gute Kontakte mit zig namhaften Künstlern. 

Tipton Globál
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