Geld und Bezahlen in Ungarn

Wer nach Ungarn reist, sollte sich frühzeitig mit der nationalen Währung, dem Ungarischen Forint (HUF), vertraut machen. Zwar werden Euros in vielen Hotels und Restaurants gerne gesehen und als Zahlungsmittel akzeptiert, doch geschieht dies fast ausnahmslos zu einem für den Gast ungünstigen Wechselkurs. Um unnötige Kosten zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, größere Beträge und tägliche Ausgaben konsequent in der Landeswährung zu begleichen.

Besonders bei Dienstleistern wie Friseuren, Taxifahrern oder in kleinen Werkstätten ist die Zahlung in Forint oft ausdrücklich erwünscht, da dies den lokalen Betrieben den administrativen Aufwand spart.

Beim Abheben von Bargeld ist besondere Vorsicht an Automaten von Drittanbietern wie Euronet geboten, da hier oft horrende Kommissionen und versteckte Gebühren anfallen. Nutzen Sie stattdessen lieber die Geldautomaten großer, etablierter Banken. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Wahl der Abrechnungsart am Bildschirm: Wählen Sie grundsätzlich die Abrechnung in Forint und lehnen Sie die angebotene Sofort-Umrechnung in Euro ab. In der Regel gewährt Ihnen Ihre heimische Bank einen deutlich attraktiveren Kurs als die ungarischen Institute vor Ort.

Sollten Sie Bargeld tauschen wollen, finden sich in den Städten zahlreiche lizenzierte Wechselstuben, die oft faire Konditionen bieten. Ein kurzer Vergleich des aktuellen Tageskurses vor dem Betreten der Stube schützt Sie hier vor unliebsamen Überraschungen.

Ein erfreulicher Aspekt der Reiseplanung bleibt die Kostenstruktur im Land. Bezüglich der allgemeinen Lebenshaltungskosten zeigt sich Ungarn nach wie vor günstiger als die meisten Regionen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Dies gilt insbesondere für die Gastronomie und lokale Dienstleistungen ausserhalb der absoluten Tourismus-Hotspots, sodass Ihr Reisebudget in Ungarn meist deutlich länger reicht als in den Nachbarländern.

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